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Monatsarchiv Jan 2008

Rauchverbot in Kneipen: In Spanien geht es anders

Eines gleich vorneweg: Ich bin Nichtraucher und möchte nicht vollgequalmt werden.

Aber: Dass in Deutschland der Glaube, der Staat könne alles zum Besseren verändern, weit verbreitet ist, weiß ich schon länger. So hat ein Bundesland nach dem anderen ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen eingeführt. Zu den „öffentlichen Räumen“ zählen danach auch Kneipen. Für staatlich betriebene Kneipen könnte ich eine solche Argumentation noch nachvollziehen. Staatlich betriebene Kneipen dürfte es in Deutschland aber eher weniger geben. Bei privat betriebenen Kneipen (das dürfte der Normalfall sein), vermag ich hingegen keine öffentlichen Räume zu erkennen. Schließlich ist es mir freigestellt, ob ich solche Einrichtungen besuchen möchte oder eben nicht.

Wenn der Staat meint, seine Bürger schützen zu müssen, fallen mir gleich noch weitere Dinge aus meinem Leben ein, deren Umsetzung aber verrückt wäre:

Wer kann mich davor schützen, dass ich als Übergewichtiger im Supermarkt der Versuchung erliege, mir eine Packung Kartoffelchips oder eine Tafel Schokolade zu kaufen (oder auch zwei oder drei)? Warum nicht gleich ein Chips- und Schokoverbot? Im Übermaß genossen ist das Zeug nicht gerade gesundheitsfördernd.

Im Sommer ist es mitunter heiß. Die wenigsten Wohnungen und Häuser in Deutschland haben eine Klimaanlage. Was liegt also näher als im Sommer nachts im Schlafzimmer das Fenster zu öffnen? Schlecht wenn da die Nachbarn auf der Terrasse sitzen und grillen. Das stinkt zum Himmel und Feinstaub (gerade eines der beliebtesten Themen in unserem schönen Deutschland) dürfte dabei auch noch anfallen. Ein Grillverbot könnte da viel Gutes bewirken.

Womöglich gönnen sich meine Nachbarn auf der Terrasse dann auch noch eine Flasche Wein oder das ein oder andere Bier. Das Problem, dass die Lautstärke meiner Nachbarn dadurch nicht geringer wird, ließe sich effektiv durch ein Alkoholverbot lösen.

Ich meine weder Schoko-, Grill- noch Alkoholverbot ernst. Wo Menschen zusammen leben, entstehen Belastungen. Auch bin ich mir bewusst, dass ich von der Schokolade und den Kartoffelchips nicht dünner werde. Der Staat braucht mich davor nicht zu schützen. Ebenso wenig muss er mich vor Rauchern in der Kneipe schützen. Wenn ich nicht vollgequalmt werden wollte, musste ich auch bislang schon nicht in eine Gaststätte gehen, wo geraucht werden darf. Was wollen wir in Deutschland noch alles reglementieren?

Das einzige vernünftige Argument für das Rauchverbot ist für mich der Schutz der Angestellten der Gaststätte. Das Problem ist dabei nur, dass dann diverse andere Berufe, die zu gesundheitlichen Schädigungen führen können, ebenfalls verboten werden müssten.

Dass es auch anders geht, sieht man in Spanien. Dort schreiben kleine Gaststätten einfach am Eingang, ob bei ihnen geraucht werden darf oder nicht. Ich bin in die Kneipe, von der das Bild stammt, nicht hineingegangen.

In diesem spanischen Lokal ist Rauchen erlaubt

In diesem spanischen Lokal ist Rauchen erlaubt

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Ob diese Klinik von der Kasse gezahlt wird?

Wohl eher nicht. Zwar könnte man dem Namen nach meinen, diese Einrichtung in Port d´Alcudia auf Mallorca würde Tattoos entfernen. Tatsächlich steht der Laden aber am Anfang der Tattoo-Verwertungskette. Wer sich diverse Körperteile piercen lassen will, wird dort ebenfalls fündig werden.

Tatto Clinic

“Tattoo Clinic”

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Spaß am Mietwagenschalter in Palma de Mallorca

Für dieses Wochenende hatte ich mit meiner Frau einen Wochenendtrip nach Mallorca im Programm. Ziel war Port d’Alcudia im Norden Mallorcas, wo wir ein nettes Hotel gebucht hatten. Um die rund 50 Kilometer vom Flughafen nach Port d’Alcudia zurückzulegen, hatte ich einen Mietwagen reserviert. Zunächst hatten wir vor nach Cala Ratjada zu gehen.

Wie immer habe ich dabei auf den Preis geschaut und das Auto beim günstigsten Anbieter, den es für dieses Wochenende gab, genommen. Zumindest war dieser Anbieter der billigste bei mehreren Suchmaschinen. Für eine Anmietung von Freitag, 9 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, also drei Tage, habe ich knapp 40 Euro bezahlt und einen Renault Clio bekommen. Eigentlich kann man da nicht meckern.

Ja, eigentlich nicht. Natürlich haben auch noch andere Reisende diesen Anbieter als günstigsten gefunden und haben dort kräftig Autos gebucht. Zum Glück ist der Flug von Stuttgart nach Mallorca so ziemlich der kürzeste von einem deutschen Flughafen nach Palma, so dass unser Morgenflug vor vielen anderen Maschinen aus Deutschland auf Malle ankam. So standen auch „nur“ etwa 15 Kunden vor mir am Mietwagenschalter und warteten auf Abfertigung. Hinter mir hat sich die Reihe dann munter weiter aufgebaut auf letztlich insgesamt etwa 30 Kunden, die von zwei (!!!) Mitarbeitern bedient wurden. Ich will mich nicht beklagen, weil ich mit diesem Anbieter schon einschlägige Erfahrungen gemacht habe und wusste, dass man dort häufig besonders lang warten muss. Der Preis war aber eben gut.

Was aber jedes Mal in mir Mordgelüste weckt ist die – höflich ausgedrückt – „Unbedarftheit“ mancher Kunden. So steht in der Regel in den Mietbedingungen eines Anbieters, dass bei Anmietung eine Kreditkarte vorgelegt werden muss. Viele lesen das natürlich nicht. Andere kennen den Unterschied zwischen einer EC- und einer Kreditkarte nicht. Wird dann nur eine EC-Karte auf den Tisch gelegt, muss bei dem Anbieter, bei dem ich dieses Wochenende war, eine Kaution in Höhe von 600 Euro in bar gezahlt werden. Die Leute sind dann zum Geldautomaten gerannt und mussten feststellen, dass der Automat so viel Geld nicht ausgibt, weil die Zahlung (bei der betreffenden Person) nicht autorisiert wird. So nahm das Drama endlich ein Ende, indem die verhinderten Kunden den Abflug machten. Leider waren schon wieder 20 Minuten vergangen. Die Schlange wurde derweil nicht kürzer.

Normalerweise fragen die Mietwagenanbieter auf Mallorca auch noch nach einer Handynummer, um den Kunden zur Not mobil erreichen zu können. Hätte der ältere Herr vor mir doch nur gesagt, dass er kein Handy hat und die Sache wäre erledigt gewesen. Nein, er hatte natürlich ein Handy. Zu brauchen schien er es aber nicht, weil ihm seine eigene Handynummer unbekannt war. Die minutenlange Suche im Notizblock habe ich dann beendet, indem ich ihn bat mich anzuklingeln. Seine Nummer stand dann bei mir im Display.

Nach 90 Minuten hatte ich dann endlich mein Auto und musste mich erneut ärgern. Entgegen den Mietbedingungen war das Auto nicht vollgetankt, sondern so gut wie leer gefahren. Es sollte auch wieder leer abgegeben werden. Leider legt man bei dieser Variante so gut wie immer drauf. Wer will schon mit dem letzten Tropfen vor dem Abflug den Flughafen erreichen (oder eben auf der Autobahn liegen bleiben). Ermüdet von der langen Wartezeit habe ich dann aber auf einen Protest verzichtet und war mit dem Auto ansonsten zufrieden. Das nächste Mal nehme ich einen anderen Anbieter. Das hatte ich mir bei dieser Firma aber schon mehrfach vorgenommen.

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