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Monatsarchiv Jun 2009

Baumarktverkäufer – gibt es die wirklich?

Unser ältester Sohn ist vor einigen Wochen ins Dachgeschoss gezogen. Zuvor hatte er ein gemeinsames Zimmer mit seinem Bruder. Bislang fanden wir es immer recht praktisch, dass es im Sommer dort oben mörderheiß wurde. Einen besseren Ort, um die Wäsche zu trocknen, konnte man sich kaum wünschen. Innerhalb von wenigen Stunden war alles trocken. Was wir bislang ganz nett fanden, ist an diesen heißen Sommertagen für unseren Ältesten natürlich ein Problem. Heiße Nächte interessieren ihnen wegen seines jungen Alters noch nicht und auf Nächte, die im wahrsten Sinne des Wortes bei 30 Grad heiß sind, kann er natürlich auch verzichten. Also machte ich mich heute auf den Weg zum Baumarkt, um für das Fenster ein Plissee zu kaufen. Leider bin ich recht unbedarft bezüglich der Installation und hätte gerne Beratung gehabt. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass es die Servicewüste Deutschland wirklich gibt, so wurde er heute erbracht. Entweder waren die spärlich vorhandenen Baumarktverkäufer in Verkaufsgespräche verwickelt oder sie hatten sich gleich ganz verzogen. Das Plissee habe ich übrigens noch immer nicht gekauft. Am Samstag will ich es noch einmal woanders versuchen. Einen Fehler habe ich dann aber doch gemacht. Anstatt dem Baumarkt nicht auch noch Geld in den Rachen zu werfen, habe ich genau das getan und ein Sonnensegel mitgenommen. Das war aber ein Notkauf. Die pralle Sonne der letzten Tage war auf der Terrasse kaum noch auszuhalten.

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