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Archiv der Kategorie 'Leben'

Keine Kohlensäure in Mehrweg-Flaschen

Seit Jahren liest man in der Zeitung, dass der Anteil an Einwegflaschen bei den Getränken immer stärker zunimmt. Für mich ist diese Entwicklung logisch. Wenn jede Flasche eine Pfandflasche ist, habe ich als Verbraucher zunehmend Schwierigkeiten zu erkennen, welche Flaschen überhaupt Einweg und welche Mehrweg sind. Auch suggeriert die Pfandpflicht, dass auch Einwegflaschen wieder neu befüllt werden. Also bringen Hersteller und Handel die bei ihnen beliebteren Einwegflaschen einfacher an den Mann, der kein schlechtes Gewissen mehr mit ihnen hat.

Neulich wollte ich mich mal wieder weniger umweltschädlich verhalten und habe einen Kasten Cola in Mehrwegflaschen gekauft. Gerade eben habe ich die zweite Flasche aus diesem Kasten geöffnet, die keine Kohlensäure enthält. Cola ohne Kohlensäure, igitt… Früher, als ich noch häufiger zu Mehrwegflaschen gegriffen habe, war ich mit diesem Phänomen häufiger konfrontiert. Durch die mehrmalige Verwendung der Plastikflaschen schließen diese offenbar nicht mehr 100%ig dicht, so dass das Getränk nach einiger Zeit kohlensäurefrei ist. Bei Einwegflaschen habe ich so etwas noch nie erlebt. Nun könnte ich in den Laden gehen, mich beschweren und eine andere Flasche holen. Dafür ist mir jetzt aber meine Zeit zu schade (die Zeit habe ich schließlich schon für diesen Beitrag verwendet). Die Konsequenz ist, dass ich künftig auch bei der Cola zur Einwegflasche greifen werde.

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Mehr als einmal sterben

Bei uns im Ort gibt es ein Zementwerk, das aus Kostengründen von Gas-Befeuerung auf Kohlestaub umsteigen will. Das ist zwar legal, solange die Grenzwerte eingehalten werden, aber natürlich im Hinblick auf den Klimaschutz nicht gerade optimal. Außerdem wird es wohl zusätzlichen Dreck durch Emissionen geben. Natürlich hat sich auch schnell eine Bürgerinitiative gegründet, die von zusätzlichen Toten spricht.

“Zusätzliche Tote” ist gut. Kann man mehr als einmal sterben?

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Gegen die Schleicher: Bitte mehr Geschwindigkeitsüberwachung in Tübingen

Wenn in den Medien vom Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern berichtet wird, dann werden meistens Männer gezeigt, die auf der Autobahn “flott” unterwegs sind und sich gerne mal die Spur mit der (Licht)Hupe frei machen. Nicht schön, auch wenn ich sagen muss, dass ich mitunter auch Verkehrsteilnehmer erlebe, die einfach grundlos die Überholspur blockieren und dies wohl noch nicht einmal bemerken.

Das Gegenteil von Raserei darf ich aber fast jeden Morgen in Tübingen erleben. Auf dem Weg zur Arbeit nach Stuttgart nehme ich meine Frau mit, die in Tübingen arbeitet. Dort kommen wir mit dem Auto immer von der B28 und biegen Richtung Bahnhof in die Friedrichstraße ab. Danach fahren wir die Mühlstraße weiter bis zur Wilhelmstraße. Dies machen wir morgens meist gegen 6 Uhr. Zu einer Zeit also, zu der die meisten der in Tübingen zahlreich vorhandenen Studenten noch tief und fast schlafen (was ich ihnen von ganzem Herzen gönne, sie müssen später noch früh genug aufstehen). Entsprechend leer sind die Straßen. Biegt man also von der B28 in die Friedrichstraße ab und hält die zulässige Geschwindigkeit ein, schafft man es gerade noch durch die Mühlstraße bis zur Wilhelmstraße, bevor die Ampel, die Mühl- und Wilhelmstraße trennt, rot wird. Wie gesagt, man schafft es ohne Geschwindigkeitsübertretung.

Genauer gesagt: Man würde es an manchen Tagen schaffen, wenn man die Rechnung ohne den Wirt machen könnte. Der “Wirt” sind in diesem Fall andere Verkehrsteilnehmer. Auch wenn mir der Sehtest jedes Mal bescheinigt, dass ich nach wie vor sehr gut ohne Brille sehe, habe ich das “Tempo 30″-Schild, das hier irgendwo stehen muss, noch nicht erblickt. Die meisten anderen Autofahrer scheinen mir da etwas voraus zu haben. Sie halten sich nämlich fast peinlich genau an die Tempo-30-Zone, die es hier gar nicht gibt. Schön wenn man hinter so einem Auto fahren darf. 20-30 Meter bevor man die grüne Ampel passieren könnte, springt sie dann auf gelb und rot. Noch mehr Hassgefühle steigen in mir auf, wenn es der Schleicher vor mir gerade noch bei gelb geschafft hat und ich dann wegen ihm/ihr ausgebremst wurde.

Bitte, lieber grüner Oberbürgermeister, schulen Sie Ihre parkplatzbewachenden Politessen um und setzen Sie sie auf die Schleicher an! ;-)

Die Einzelhändler wären Ihnen vielleicht sogar dankbar, wenn man nach Herzenslust straffrei parken und nach Tübingen fahren könnte, ohne sich aufregen zu müssen. Vielleicht würde ich dann sogar auch wieder zum Einkaufen nach Tübingen kommen. So macht das aber mit den ganzen Einbahnstraßen keinen Spaß.

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Wie geht es Ihnen?

Manchmal rufen mich im Büro Leute an, von denen ich schon ein paar Monate nichts mehr gehört habe. So auch heute wieder. Natürlich ist der Anruf ein geschäftlicher. Wer würde auch private Dinge während der Arbeitszeit erledigen? :-)

Ich habe das Gefühl, dass einleitender Smalltalk stark im Zunehmen begriffen ist. Häufig wird dann ein Gespräch mit dem Satz “Wie geht es Ihnen?” begonnen. Eine Frage, die mich nervt. Einerseits weiß ich ja, dass die Antwort meinen Gegenüber gar nicht wirklich interessiert. Der Zweck seines Anrufes ist schließlich ein anderer. Andererseits würde ich Menschen, die ich nur geschäftlich kenne, auch keine wahre Antwort auf die Frage geben, wenn es mir einmal nicht so gut ginge. Sich auf diesen Smalltalk erst gar nicht einzulassen, würde der Gegenüber aber auch als unfreundlich empfinden. So werde ich wohl weiterhin genervt. Wahrscheinlich gibt es doch Leute, die sich über diese Frage freuen würden.

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Wenn der Hund zum Foulspieler wird

Hunde mag man oder man mag sie nicht. Ich kenne wenig Leute, die Hunden mehr oder weniger “nur” gleichgültig gegenüber stehen. In meinem Bekanntenkreis ist allerdings die Zahl derjenigen, die eine hundefreie Welt bevorzugen würden, etwas größer.

Wer eine Abneigung gegenüber Hunden hegt, dürfte damit in der Regel nicht schon auf die Welt gekommen sein. Irgendwann wurde der Nicht-Hundefreund aber auf sein Verhalten konditioniert. Ob daran die Hunde selbst den größten Anteil haben, möchte ich bezweifeln. Nicht selten dürfte das Problem am anderen Ende der Hundeleine das größere sein. Wer auf dem Gehweg schon mal in eine Tretmine gelaufen ist, wird deren Verursacher in diesem Moment verflucht haben. Der unmittelbare Verursacher ist hier zwar ohne Zweifel der Vierbeiner, der aber nur das getan hat, was ich auch gelegentlich mache (wenn auch nicht auf den Gehweg ;-) ). So ist es auch folgerichtig, dass das Hinweisschild, das ich gestern in den Londoner Docklands fotografiert habe, auf Augenhöhe des Hundebesitzers angebracht ist. Ich glaube allerdings nicht, dass es viel nützt. Den Hundebesitzer, dem das Thema egal ist, wird auch dieses Schild kaum beeindrucken. Derartige Hundehalter kenne ich zum Glück aber keine.

Foulspiel ist dem Hund hier nicht erlaubt

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Der Spickzettel unter der Strumpfhose

Vor ein paar Tagen habe ich in diesem Blog noch über eine ehemalige Mitschülerin nachgedacht. Sie kam häufig mit kurzen Röcken und hatte auch im Winter nur dünne Strumpfhosen an. Ich dachte sie wollte nur den Lehrer anmachen. Sein Nachname begann mit B. wie Bock. Mit Vornamen hieß er Gerhard. Also nennen wir ihn einfach G. Bock.

Heute lese ich in einem Schülerforum, dass das alles nur ein übler Trick gewesen sein musste. Dort wird den Mädels empfohlen, zu Klausuren in kurzen Röcken und Strumpfhosen zu erscheinen. Der Spickzettel könne rutschsicher unter der Strumpfhose platziert werden. Wenn die Leere im Kopf dann zu groß wird, schiebt man einfach den Rock ein wenig hoch und kann spicken.

Jetzt weiß ich endlich, warum die Mädchen in der Schule besser sind. Welcher Verdacht schöpfende Lehrer wird sich schon trauen dem Girl an die Wäsche zu gehen? :-)

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