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Archiv der Kategorie 'Stuttgart'

Keine Kohlensäure in Mehrweg-Flaschen

Seit Jahren liest man in der Zeitung, dass der Anteil an Einwegflaschen bei den Getränken immer stärker zunimmt. Für mich ist diese Entwicklung logisch. Wenn jede Flasche eine Pfandflasche ist, habe ich als Verbraucher zunehmend Schwierigkeiten zu erkennen, welche Flaschen überhaupt Einweg und welche Mehrweg sind. Auch suggeriert die Pfandpflicht, dass auch Einwegflaschen wieder neu befüllt werden. Also bringen Hersteller und Handel die bei ihnen beliebteren Einwegflaschen einfacher an den Mann, der kein schlechtes Gewissen mehr mit ihnen hat.

Neulich wollte ich mich mal wieder weniger umweltschädlich verhalten und habe einen Kasten Cola in Mehrwegflaschen gekauft. Gerade eben habe ich die zweite Flasche aus diesem Kasten geöffnet, die keine Kohlensäure enthält. Cola ohne Kohlensäure, igitt… Früher, als ich noch häufiger zu Mehrwegflaschen gegriffen habe, war ich mit diesem Phänomen häufiger konfrontiert. Durch die mehrmalige Verwendung der Plastikflaschen schließen diese offenbar nicht mehr 100%ig dicht, so dass das Getränk nach einiger Zeit kohlensäurefrei ist. Bei Einwegflaschen habe ich so etwas noch nie erlebt. Nun könnte ich in den Laden gehen, mich beschweren und eine andere Flasche holen. Dafür ist mir jetzt aber meine Zeit zu schade (die Zeit habe ich schließlich schon für diesen Beitrag verwendet). Die Konsequenz ist, dass ich künftig auch bei der Cola zur Einwegflasche greifen werde.

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Flüge von Stuttgart zum Baden Airpark nach Söllingen verlegen?

Wie viele sicherlich wissen, soll der Stuttgarter Sackbahnhof in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Dies ist wegen der Lage Stuttgarts in einem Talkessel nur im Zuge einer weitgehenden Trassenführung durch einen Tunnel möglich. Dass dies nicht gerade billig ist, ist klar. Von den politisch Verantwortlichen wird “Stuttgart 21“, das inzwischen in “Baden-Württemberg 21″ unbenannt wurde (so nennt es nur keiner), aber unbedingt gewollt.

Bei den Politikern weniger beliebt ist der Bau einer zweiten Start- und Landebahn am Stuttgarter Flughafen. Für den dicht besiedelten Filderraum, wo der Flughafen liegt, wäre eine zweite Start- und Landebahn, die zwangsläufig nahe an die Bebauung heranrücken würde, in der Tat eine erhebliche Belastung. Die Bemühungen der Politiker, es sich mit den Bewohnern des Stuttgarter Flughafenumlands nicht zu verscherzen, treiben nun allerdings kuriose Blüten. So forderte kürzlich die SPD-Landtagsfraktion und heute sogar der CDU-Ministerpräsident Günther Oettinger eine Verlagerung von Urlauberverkehr auf den Flughafen Söllingen bei Baden-Baden.

Beide Flughäfen liegen laut Routenplaner immerhin 110 Kilometer auseinander !!!

Schon komisch. Flüge sollen mal einfach so 110 Kilometer nach Baden verlegt werden? Glaubt einer dieser Politiker denn ernsthaft, dass der Flugreisende das mitmacht und bei diesen Spritpreisen nach Söllingen fährt? Glauben ist gut, Wissen ist besser. Dass das nicht funktioniert, kann man am Flughafen Hahn seit Jahren studieren. Dieser ist eine 100%ige Tochter des Frankfurter Flughafens und ähnlich weit von Frankfurt entfernt. Der Frankfurter Flughafen ist schon einen Schritt weiter als Stuttgart und hat keine weiteren Kapazitäten mehr. Was läge also näher als Verkehr von Frankfurt auf die grüne Wiese nach Hahn zu verlagern? Das tun die Airlines aber nicht. Stattdessen verzichten sie lieber auf Flüge ab Frankfurt. Und was fliegt ab Hahn? Ein irischer Billigflieger, der mit niedrigsten Gebühren dorthin gelockt wurde und die Tickets vor allem im Winter fast verschenkt, um die Maschinen voll zu bekommen. Ist ja auch klar: Wer lange anreist und dafür eine Menge Geld für Benzin oder Diesel aufwendet, will die Ausgabe nachher beim Flugpreis wieder reinholen. Der irische Billigflieger ist in Söllingen übrigens auch schon da.

Glauben die Politiker darüber hinaus, dass der Urlaubsflieger, der morgens um 6.40 Uhr nach Mallorca startet, seinen Slot in Stuttgart einfach so hergibt, damit die Konkurrenzairline zur gleichen Zeit den vierzehnten täglichen Flug nach Berlin durchführen kann? Wie wollen die Politiker denn überhaupt zwischen Business- und Urlaubsflügen unterscheiden? Ist der Flug nach Wien ein Businessflug? Da sitzen auch viele Touristen drin. Ist der Air Berlin Flug nach Palma de Mallorca ein Urlaubsflug? Air Berlin betreibt auf Mallorca ein Drehkreuz und bietet über dieses Umsteigeverbindungen auf die iberische Halbinsel an. Soll ein Businessreisender, der über Palma nach Madrid oder Sevilla fliegt, künftig nach Söllingen fahren müssen, weil sein Zubringerflug nach Palma in Stuttgart aus dem Flugplan gekickt wurde?

Ich schlage daher jetzt die Verlegung von Stuttgart 21 nach Karlsruhe vor. Karlsruhe liegt in der Rheinebene und hat eine wesentlich günstigere Topographie. Das Großprojekt ließe sich dort bestimmt viel billiger realisieren. Die Reisenden ab Stuttgart können ja nach Karlsruhe zu ihrem ICE fahren. :-)

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Forschung in Stuttgart: Relativitätstheorie im Taxi bewiesen?

An jedem Arbeitstag fahre ich am Morgen in Stuttgart die Neue Weinsteige runter in die Stadt. Für alle, die sich nicht auskennen: Die Neue Weinsteige ist eine der Haupteinfallstraßen aus Richtung Süden. Da sich Stuttgart in einer Kessellage befindet, geht es auf dem Weg in die City teilweise stark bergab.

Da auch der Stuttgarter Flughafen südlich der Stadt liegt, nutzen häufig Taxen, die von und zum Airport fahren, die Neue Weinsteige. Was mir dabei immer wieder auffällt: Während das leere Taxi manchmal – selbstverständlich nur fast ;-) – zu schnell den Berg rauf oder runter fährt, schafft es das mit Fahrgast besetzte Taxi zum Teil nur mit 45 km/h und wird so zum Verkehrshindernis.

Vielleicht wird in der Branche mittlerweile so schlecht verdient, dass man sich nur noch schwach motorisierte Fahrzeuge leisten kann, die mit höherer Nutzlast zwangsläufig langsamer werden. Das wäre eine Möglichkeit. Sie würde aber nicht erklären, warum das besetzte Taxi auch bergab langsamer ist.

Ich gehe deshalb davon aus, dass hier ein physikalisches Problem vorliegen muss. Zu blöd, dass ich naturwissenschaftlich etwas unterbelichtet bin und nur allzu froh war, Physik nach der 11. Klasse abwählen zu können. Kann es sein, dass mit höherem Gewicht des Taxis die Reibung des Gummis auf dem Asphalt stärker und so das Taxi abgebremst wird? Wenn es diesen Effekt überhaupt gibt, dürfte er aber sehr gering sein, wenn man Gewicht des Fahrzeugs und des Passagiers in Relation zueinander setzt.

Vielleicht lässt sich das Problem auch mit der Relativitätstheorie lösen. E=mc und das gleich im Quadrat hört sich irgendwie cool an. Seit Einstein wissen wir, dass alles relativ ist und auf den Standpunkt des Betrachters ankommt. Manchmal ist das Taxi in Bewegung. Solange es sich bewegt, sollte darauf also auch die Relativitätstheorie Anwendung finden können. Vielleicht war mein bisheriger wissenschaftlicher Ansatz, das Taxi in das Zentrum der Betrachtung zu stellen, aber falsch. Betrachte ich die Sache doch lieber mal aus der Sicht eines anderen Objekts. Zum Beispiel vom Standpunkt der Geldbörse des Fahrgasts. Untersuche ich diese näher, stelle ich ein physikalisch nicht erklärbares Phänomen fest: Die an der Geldbörse gemessenen Fliehkräfte verhalten sich antiproportional zur Geschwindigkeit des Taxis. Sie erreichen ein Maximum, wenn die Geschwindigkeit v=0 ist, weil das Taxi so langsam war, dass es vor der Ampel in die rote Welle kam.

Wissenschaftlich ein Phänomen. Gibt es eine Rückkopplung zwischen den Fliehkräften an der Geldbörse und dem Taxi, das heißt beeinflussen die Fliehkräfte an der Geldbörse die Geschwindigkeit des Taxis oder ist das nur umgekehrt der Fall? Allmählich habe ich schon wieder Zweifel, ob die Relativitätstheorie überhaupt anwendbar ist. Schließlich bewegen sich Taxi und Geldbörse doch mit der gleichen Geschwindigkeit in die gleiche Richtung. Tun sie das nicht, weil dem Taxifahrer eröffnet wird, dass der Fahrgast gar kein Geld dabei hat, verkürzt dies die Fahrt dramatisch. Also müsste im Umkehrschluss das Vorhandensein von viel Geld (oder die entsprechende Annahme) die Fahrt verlängern. Ein äußerst interessanter wissenschaftlicher Ansatz. Ich glaube ich schreibe eine Doktorarbeit darüber. Bei Fragen hilft mir bestimmt die Taxizentrale.

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Jetzt bin ich auch Insider

Vor ein paar Wochen hat ein paar Straßen von meinem Büro entfernt die Filiale einer Großbank eröffnet. Heute, am Rosenmontag, laufe ich daran vorbei und was sehe ich? Am Beratungstisch sitzt ein Scheich. Wow! Die Filiale ist erst wenige Wochen alt und akquiriert bereits jetzt solche Kunden! Also habe ich gleich 500.000 Aktien dieser Bank gekauft. Mehr gab mein Dispo auf dem Girokonto leider nicht mehr her. Wenn später im Fernsehen der Mega-Deal mit den Scheichs bekannt gegeben wird, bin ich schon investiert und streiche die dicken Aktiengewinne ein.

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