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Archiv der Kategorie 'Urlaub'

Droht der Billigfliegerei bald das Ende?

Angesichts der Klimadiskussion und rasant steigender Ölpreise stelle ich mir sehr die Frage, wie lange der Boom bei den Fluggesellschaften wohl noch weiter gehen mag. Eine Tonne Kerosin kostet mittlerweile rund 1200 Dollar. Wenn ich rechne, dass auf einem Flug von Deutschland nach Mallorca etwa sieben Tonnen Kerosin verbraucht werden, komme ich auf reine Spritkosten für die einfache Strecke von 8400 Dollar. Lege ich einen Kurs von 1,60 zu Grunde, wären das etwa 5250 Euro pro Flug. Jetzt gehe ich mal davon aus, dass die Auslastung des Flugzeugs bei 80 Prozent liegt. Bei einem bekannten irischen Billigflieger passen in eine Boeing 737-800 genau 189 Passagiere. Bei anderen Airlines mag die Bestuhlung vielleicht etwas komfortabler sein, was zur Folge hätte, dass ein paar Passagiere weniger ins Flugzeug passen. Setze ich aber mal die 189 Passagiere an, würden bei einer Auslastung von 80 Prozent 151 Leute im Flugzeug sitzen. Um diese 151 Leute nach Mallorca zu bringen, brauche ich Kerosin für 5250 Euro. Da komme ich dann pro Person auf Kosten von rund 35 Euro. Tatsächlich mögen es vielleicht ein paar Euro mehr oder weniger sein, aber die Größenordnung dürfte einigermaßen stimmen. Aus Sicht der Airlines muss es ein wahrer Segen sein, dass auf dem Kerosin keine Steuer ist. Würden die Airlines wie Autofahrer (etwa zwei Drittel des Benzinpreises sind nach wie vor Steuer) zur Kasse gebeten, lägen die reinen Spritkosten für die einfache Strecke für einen Trip nach Mallorca schon bei 100 Euro. Rechnen wir aber trotzdem mit den 35 Euro weiter, die in etwa den tatsächlichen Kosten für die Fluggesellschaft entsprechen dürften. Nun habe ich aber noch keine Flughafengebühren gezahlt. Auch die Piloten und die Kabinenbesatzungen arbeiten nicht für lau. Ganz zu schweigen von den Anschaffungskosten für das Flugzeug. Der Betrieb einer Fluggesellschaft kostet obendrein auch noch Geld, weil Leute im Call Center, in der Verwaltung usw. arbeiten müssen. Wenn am Ende die Gesamtkosten für die Mallorcaflüge bei 80 oder 90 Euro pro Ticket liegen, dann stelle ich mir schon die Frage wie es überhaupt sein kann, dass Tickets zu einem Bruchteil davon angeboten werden können. Natürlich handelt es sich hierbei um eine Mischkalkulation, die davon lebt, dass Fluggäste, die sehr viel mehr bezahlen, am Ende die günstigen Tickets der Billigflieger mitfinanzieren. Momentan scheint das Konzept jedenfalls noch aufzugehen, da die Billigairlines jedenfalls nicht reihenweise pleite gehen. Sollten die Rohstoffpreise aber weiterhin nur eine Richtung kennen, dürfte irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Die Fluggesellschaften dürften überdies Schwierigkeiten bekommen, ihre gestiegenen Kosten an die Kundschaft weiterzugeben, da diesen im Hinblick auf die stark steigenden Lebenshaltungskosten und damit einher gehender Reallohnverluste das Geld nicht mehr so locker sitzen dürfte. Man darf also gespannt sein wie es weiter geht.

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Altersarmut auf Mallorca

Momentan wird in Deutschland wieder intensiv über das Thema Altersarmut diskutiert. Diese mag es im Einzelfall geben. So wie natürlich auch viele junge Menschen in Deutschland für deutsche Verhältnisse arm sind.

Seit Jahren fahre ich mit meiner Frau mehrmals im Winter immer wieder ein paar Tage nach Mallorca. Künftig werden diese Reisen wohl seltener werden, weil der Nachschub an billigen Flugtickets angesichts immer stärker steigender Ölpreise allmählich versiegt. Bei unseren Aufenthalten auf Mallorca gönnen wir uns mal einfachere, mal bessere Hotels. Was uns immer wieder auffällt: Der Altersdurchschnitt ist in den Vier-Sterne-Hotels signifikant höher als in den Hotels mit “nur” drei Sternen. Dabei handelt es sich nicht um die Altersklasse, die voll im Berufsleben steht und sich daher etwas leisten kann, sondern um die, die schon einen Schritt weiter ist. Was sich auch sagen lässt: Je teurer das Hotel, desto deutscher die Gäste. Daran muss ich immer denken, wenn im Fernsehen die Annes und die Maybrits diskutieren. Meistens zappe ich dann weiter und ärgere mich, dass ich dafür auch noch Fernsehgebühren zahle.

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Ob diese Klinik von der Kasse gezahlt wird?

Wohl eher nicht. Zwar könnte man dem Namen nach meinen, diese Einrichtung in Port d´Alcudia auf Mallorca würde Tattoos entfernen. Tatsächlich steht der Laden aber am Anfang der Tattoo-Verwertungskette. Wer sich diverse Körperteile piercen lassen will, wird dort ebenfalls fündig werden.

Tatto Clinic

“Tattoo Clinic”

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Spaß am Mietwagenschalter in Palma de Mallorca

Für dieses Wochenende hatte ich mit meiner Frau einen Wochenendtrip nach Mallorca im Programm. Ziel war Port d’Alcudia im Norden Mallorcas, wo wir ein nettes Hotel gebucht hatten. Um die rund 50 Kilometer vom Flughafen nach Port d’Alcudia zurückzulegen, hatte ich einen Mietwagen reserviert. Zunächst hatten wir vor nach Cala Ratjada zu gehen.

Wie immer habe ich dabei auf den Preis geschaut und das Auto beim günstigsten Anbieter, den es für dieses Wochenende gab, genommen. Zumindest war dieser Anbieter der billigste bei mehreren Suchmaschinen. Für eine Anmietung von Freitag, 9 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, also drei Tage, habe ich knapp 40 Euro bezahlt und einen Renault Clio bekommen. Eigentlich kann man da nicht meckern.

Ja, eigentlich nicht. Natürlich haben auch noch andere Reisende diesen Anbieter als günstigsten gefunden und haben dort kräftig Autos gebucht. Zum Glück ist der Flug von Stuttgart nach Mallorca so ziemlich der kürzeste von einem deutschen Flughafen nach Palma, so dass unser Morgenflug vor vielen anderen Maschinen aus Deutschland auf Malle ankam. So standen auch „nur“ etwa 15 Kunden vor mir am Mietwagenschalter und warteten auf Abfertigung. Hinter mir hat sich die Reihe dann munter weiter aufgebaut auf letztlich insgesamt etwa 30 Kunden, die von zwei (!!!) Mitarbeitern bedient wurden. Ich will mich nicht beklagen, weil ich mit diesem Anbieter schon einschlägige Erfahrungen gemacht habe und wusste, dass man dort häufig besonders lang warten muss. Der Preis war aber eben gut.

Was aber jedes Mal in mir Mordgelüste weckt ist die – höflich ausgedrückt – „Unbedarftheit“ mancher Kunden. So steht in der Regel in den Mietbedingungen eines Anbieters, dass bei Anmietung eine Kreditkarte vorgelegt werden muss. Viele lesen das natürlich nicht. Andere kennen den Unterschied zwischen einer EC- und einer Kreditkarte nicht. Wird dann nur eine EC-Karte auf den Tisch gelegt, muss bei dem Anbieter, bei dem ich dieses Wochenende war, eine Kaution in Höhe von 600 Euro in bar gezahlt werden. Die Leute sind dann zum Geldautomaten gerannt und mussten feststellen, dass der Automat so viel Geld nicht ausgibt, weil die Zahlung (bei der betreffenden Person) nicht autorisiert wird. So nahm das Drama endlich ein Ende, indem die verhinderten Kunden den Abflug machten. Leider waren schon wieder 20 Minuten vergangen. Die Schlange wurde derweil nicht kürzer.

Normalerweise fragen die Mietwagenanbieter auf Mallorca auch noch nach einer Handynummer, um den Kunden zur Not mobil erreichen zu können. Hätte der ältere Herr vor mir doch nur gesagt, dass er kein Handy hat und die Sache wäre erledigt gewesen. Nein, er hatte natürlich ein Handy. Zu brauchen schien er es aber nicht, weil ihm seine eigene Handynummer unbekannt war. Die minutenlange Suche im Notizblock habe ich dann beendet, indem ich ihn bat mich anzuklingeln. Seine Nummer stand dann bei mir im Display.

Nach 90 Minuten hatte ich dann endlich mein Auto und musste mich erneut ärgern. Entgegen den Mietbedingungen war das Auto nicht vollgetankt, sondern so gut wie leer gefahren. Es sollte auch wieder leer abgegeben werden. Leider legt man bei dieser Variante so gut wie immer drauf. Wer will schon mit dem letzten Tropfen vor dem Abflug den Flughafen erreichen (oder eben auf der Autobahn liegen bleiben). Ermüdet von der langen Wartezeit habe ich dann aber auf einen Protest verzichtet und war mit dem Auto ansonsten zufrieden. Das nächste Mal nehme ich einen anderen Anbieter. Das hatte ich mir bei dieser Firma aber schon mehrfach vorgenommen.

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